Lesung Guptara
Mit 15 Jahren hat Jyoti Guptara das Gymnasium geschmissen und wollte von da an Schriftsteller sein. Seine Eltern unterstützten ihn auch dabei, weil sie wussten, dass es ihm ernst war. Doch heute muss er zugeben, dass er jetzt die Schule vermisst. Sie lasen schon sehr früh sehr gerne und ihre Eltern lasen ihnen auch viel vor. Dazu dachten sie sich auch eigene Geschichten aus, die aber nie länger als fünf Seiten lang wurden. Sie spielten die Geschichten auch manchmal vor. Mit elf Jahren begann Jyoti Guptara eine Geschichte aus all dem, was sie bisher geschrieben hatten, zu schreiben. Suresh wollte sich auch daran beteiligen und so waren sie in 6 Monaten schon fertig mit der ersten Fassung von Calaspia, die 100 Seiten hatte. Ihre Eltern unterstützen sie dabei und schickten das Buch an einen Verlag. Jedoch bekamen sie bis heute noch keine Antwort von dem Verlag. Als sie merkten, dass die Geschichte vielleicht doch nicht so gut war, schrieben sie eine neue Fassung, die sie dann an 5 Verlage schickten. Dieses Mal bekamen sie von jedem eine Antwort, doch keiner wollte das Buch annehmen. Sie schrieben 10,6 Fassungen von Calaspia, bis es angenommen wurde. Zu der Zeit waren sie schon 17 Jahre alt. Heute sind sie schon mit allen drei Bänden fertig, der dritte Band kommt im September heraus.
Während der Lesung las Jyoti uns verschiedene Stellen aus den zwei Büchern „Calaspia, die Verschwörung“ und „Der Schwertkodex“ vor. In jeder vorgetragenen Stelle kam eine andere Person vor. Er las von einem Zwerg, der kurzsichtig war und immer eine grosse Axt bei sich trug, von der Hauptperson Bryn Bellyset, einem jungen Held, von Bryns Meister, der aussieht wie ein Säugling, von den Pimps, die liebenswerte Wesen sind und von hässlichen Monstern. Ab und zu stellten Schüler auch Fragen. Immer wieder erzählte er von lustigen Kindheitserinnerungen, die selbst den Lehrer zum Schmunzeln brachten. Als jemand fragte, ob einem der ganze Erfolg nicht zu Kopf steige, sagte er, dass er vorher schon so arrogant gewesen wäre und dass das deshalb sowieso keine Rolle mehr gespielt habe. Es kamen unter anderem auch Fragen wie: Wo nehmen Sie all die Namen her? Was verdient ein Schriftsteller? Waren sie früher ein Streber?

Als alle Fragen beantwortet waren, sagte Herr Guptara noch, dass er im „Facebook“ eine Gruppe unter „Jyoti Guptara“ hätte und man dieser beitreten durfte, wenn man auf dem Laufenden sein wollte. Man sah den Mädchen in der Klasse schon an, dass sie diese Webseite am liebsten gleich besucht hätten. Als dann die Lesung zu Ende war, sagte der Lehrer, Herr Füeg, er liesse ihn nicht gehen, bevor er nicht die zwei Bücher signiert habe, die nun schon in der Schulbibliothek ausgestellt sind. Danach verliessen alle Schüler in guter Laune den Raum.
Pratteln, 2. Mai, Daniel Berger und Tania Muntwiler

