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Lagerbericht

Lager Flumserberg

Unser Ferienhaus Schnäls in Flumserberg war sehr gross und geräumig. Die Betten waren alt und in der Nacht verrutschten ständig die Latten. Die Zimmer waren trotz allem eigentlich O.K. Das Essen war immer sehr gut. Unsere Köchin, Frau B. Rickenbacher, stellte uns jeden Tag englisches oder schottisches Essen auf den Tisch. Die Leiterinnen, Patrizia, Isla und Elizabeth, waren sehr nett, haben uns aber veräppelt. Sie konnten nämlich nicht nur Englisch sondern auch gut Deutsch sprechen. Das sagten sie uns aber erst am Ende des Lagers.

Jeden Tag hatten wir viel zu tun. Am Morgen haben wir immer kleine Spielchen gemacht, die uns beim Schauspielern halfen. Danach gingen wir mit der Gruppe den Text durch und konnten Fragen stellen, wenn wir etwas nicht verstanden hatten. Nach dem Mittagessen hatten wir die „study hour“. In dieser Zeit mussten wir unseren Text auswendig lernen, damit wir dann den Akt am Abend spielen konnten. Das war witzig, aber viel gelernt wurde eigentlich nicht. Am Abend spielten wir die Akte dann durch. Nach dem Abendessen konnten wir machen, was wir wollten, bis dann das Abendprogramm anfing. Am Montag hatten wir verschiedene Präsentationen zu den berühmten Personen unseres Stückes: z.B. Adolf Hitler, Marilyn Monroe, usw. Am Dienstag schauten wir den Film „Cool Runnings“ auf Englisch. Das war wirklich cool! Am Mittwoch mussten wir uns nach Themen schminken: z.B. Schmetterling, Vampir, Frankenstein, Humpty Dumpty, Ferien uvm. Nach der Schminkstunde machten wir noch das Geografie-Spiel. Am Donnerstag grillierten wir zuerst, danach hatten wir das Programm von Anna, Ezgi, Sherley, Jenny und Madlen. Es war eigentlich noch sehr witzig. Danach assen wir Glacé und machten noch ein Spiel, bei dem man Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen musste. Das Witzige daran war, dass wir die Buchstaben als Sandwich-Tafeln umgehängt bekamen.

Projektwoche

Am Montag begann die Projektwoche. Wir machten alles für die Kulissen bereit. Wir malten ein Fenster an und bastelten Wände. Dabei half uns Frau Kunz, unsere Zeichnenlehrerin. Saskia, Rahel und Anna übten zusammen mit Herr Pfund, dem Singlehrer, das Lied: „Mein Herr Marquis“ aus der Operette „Die Fledermaus“ von J. Strauss. Und der Rest spendete Sachen für unsere Requisiten und Kostüme. Am Dienstag machten wir am Morgen den Rest der Fenster und Wände fertig, der andere Teil probte. Am Nachmittag probte die Freitagsgruppe. So ging es auch am Mittwoch zu. Am Donnerstag hatten wir dann – endlich – die erste Kostümprobe. Wir sahen alle verdammt doof aus, denn es war noch nicht alles perfekt. Aber das Stück lief wie am Schnürchen, nur hatte fast niemand mehr Lust, das Stück zu proben. Am Freitag war es endlich so weit: Der Tag der Entscheidung. Die Proben liefen gut, aber einigeSchauspielerinnen und Schauspieler mussten noch lachen – darunter auch ich – doch das änderte sich dann um 20.00.

Es war Zeit für eine Premiere, die es in sich hatte. Alle waren sehr nervös. Auch Herr Füeg schwitzte wie ein Wasserfall. Aber als dann der Vorhang aufging, war die Nervosität wie weggezaubert, und das Stück wurde ohne Fehler aufgeführt. Das Publikum war begeistert und gab uns stehende Ovationen. Beim Essen und Trinken nach der Aufführung erhielten wir auch noch sehr viele Komplimente. Das freute nicht nur die Schauspieler, sondernauch den Regisseur.

Am Samstag fand dann schon die Dernière statt. Diesmal waren wir vielleicht etwas zu selbstsicher und so schlich sich der eine und andere Fehler ein. Aber auch das Publikum war nicht mehr so gut wie am Freitag.

Im Ganzen war unser zweiwöchiges Theaterprojekt eine sehr tolle und einmalige Erfahrung.

Stefan Ammann / 3Pb