Wanderlager 4Pa im Wallis

Die 4Pa hat sich, nach Vorschlag unseres Klassenlehrers, für ein Wanderlager als Abschlusslager entschieden. Das letzte Lager als gemeinsame Klasse an der Sekundarstufe. Es fand zwischen dem 11. und dem 15. September statt.

Wir haben unser Gepäck am Freitag vor dem Lager am Bahnhof Pratteln abgegeben. Am Montag darauf hat uns Herr Füeg um 7:30 am selben Ort erwartet. Die meisten wurden von ihren Eltern begleitet, und nachdem sich alle von ihnen verabschiedet hatten, gingen wir los. Wir nahmen den Zug Richtung Interlaken Ost und stiegen dann in Meiringen auf den Bus um. Mit dem Bus fuhren wir bis zum Grimselpass, wo wir dann ausstiegen. Dort begann die erste, 5.5 stündige, Wanderung, die uns vom Grimselpass bis nach Ulrichen bringen sollte. Zu allererst wanderten wir bergauf, was eine echte Herausforderung war, wenn man nicht die Sommerferien damit verbracht hatte, für das Lager zu trainieren. Alle paar Stunden machten wir eine Pause – eine war die Mittagspause, und dann gab es noch mehrere kleinere Pausen zwischendurch, damit die Langsamen auch nachkamen. Die letzte Stunde ging es vor allem abwärts, was ziemlich in die Knie ging. Auch das war also nicht unbedingt angenehm, doch unten im Tal angekommen, war man stolz, dass man diese Wanderung lebend überstanden hatte. Und einige freuten sich auch schon auf die nächste Herausforderung.

Wir kamen gegen Abend im Lagerhaus – Gruppenhaus Blinnensand in Reckingen – an. Dort kochte uns Frau Rickenbacher, welche uns schon das vergangene Theater-/Englischlager begleitet hatte, ein super leckeres Abendessen. Am Montag wurden auch Gruppen gemacht, die jeweils am Morgen und Abend das Besteck und die Teller bereitzustellten hatten – diese mussten an den ihnen zugeteilten Tagen ungefähr 15 Minuten früher aufstehen. Um 10:00 Uhr abends hatten wir Nachtruhe und gingen schlafen, um uns vom anstrengenden Tag zu erholen.

Am Dienstagmorgen weckte uns Herr Füeg um 7:00 Uhr morgens. Dann hatten wir ein leckeres Frühstück und Frau Rickenbacher hatte Brötchen für uns vorbereitet, die wir fürs Mittagessen mitnehmen konnten. Herr Füeg hatte ein spezielles Programm für heute vorgesehen: eine Velotour von Oberwald nach Fiesch. Natürlich wiedermal nicht nur ab- oder aufwärts, sondern sehr abwechslungsreich. Auch die Velotour hat einen riesen Spass gemacht.  Am Ende der Velofahrt, nämlich am Bahnhof, wo wir unsere gemieteten Fahrräder abstellten, trafen wir noch unsere Parallelklasse, die 4Pb. Sie haben dieselbe Veloroute wie wir gemacht, einfach eine Stunde später.

Am Abend hatten wir ein Spielprogramm, welches aus Reflexspielen – hauptsächlich Mädchen gegen Jungs – und noch anderen Spielen bestand. Wer ein Buch mitgenommen hatte, dufte auch im Wohnzimmer oder im eigenen Zimmer (für 2 bis 4 Personen) lesen gehen. Nach den Spielen gab es dann noch ein Dessert. Heute gingen wir zeitig ins Bett, denn am Mittwoch mussten wir eine Stunde früher aufstehen.

Mittwochmorgen. Wir standen um 6:00 Uhr auf. Wer Küchendienst hatte, schon um 5:45 Uhr. Am Mittwoch machten wir eine 5-Stunden-Wanderung, die bei Belalp anfing und bis zur Riederfurka, über eine Hängebrücke, ging. Wir nahmen jeden Morgen den Zug und ab und zu dann den Bus, aber nur heute nahmen wir nach dem Zug die Seilbahn hoch zur Belalp. Dann ging es zuerst zum Aussichtspunkt, wo man den Alteschgletscher wunderbar sehen konnte. Dort machten wir ein Klassenfoto und begannen danach, steil bergab zu wandern. Nach einem langen, geraden – oder nur leicht bergab gehenden – Pfad hielten wir gegen 12:00 Uhr mittags für eine kleine Pause, und eine halbe Stunde später am Grünsee nochmals fürs Mittagessen. Zwischendurch regnete es ein bisschen, aber nur leicht. Dann gingen wir über die Hängebrücke und dann fing die richtige Wanderung an. Nach dem leichten Weg, fast als wir dachten, das würden wir locker schaffen, kam ein unglaublich steiler Weg, bei dem die Vorderen oft anhalten mussten, um auf die Hinteren zu warten. Wir gingen diesen Weg für ungefähr 45 Minuten bis eine Stunde. Wir waren komplett ausgepowert. Aber gegen Ende, nachdem wir durch Wald, über steile Klippen und Weiteres gewandert waren, kamen wir auf der Riederfurka an. Dort ruhten wir uns circa eine halbe Stunde aus und gingen dann die letzten 15 Minuten runter zur Seilbahn, mit der wir dann zum Bahnhof nach unten fuhren. Danach gingen wir nach Hause.

Am Abend hatten wir heute ein tolles Programm, man konnte am Ping-Pong-Tisch spielen oder in seinem Buch weiterlesen, und dann haben wir einen Film auf Englisch geschaut, bevor es das Dessert gab. Gegen 22:30 Uhr gingen wir wieder schlafen. Alle hatten den ganzen Tag durch einen unglaublichen Spass und viele redeten die ganze Wanderung hindurch.

Herr Füeg kündigte uns nach dem Dessert jedoch an, dass die Wanderung am Donnerstag wegen des schlechten Wetters zu gefährlich sei und wir am Donnerstag deshalb ein Plan-B-Programm hätten. Viele fanden das schade, denn eigentlich hätten wir am Donnerstag vom Bettmerhorn über den Märjelasee bis zur Fiescheralp gehen sollen und den Aletschgletscher hautnah erleben und eventuell sogar berühren. Wir freuten uns aber alle gleich wieder, als Herr Füeg uns sagte, dass wir in ein Thermalbad gingen. Wir konnten es kaum erwarten. Die Aussicht darauf, das warme Wasser zu geniessen, munterte uns am Ende doch noch auf. Und so konnten wir auch am Mittwochabend gutgelaunt ins Bett gehen.

Am Donnerstag wachten wir um 7:00 Uhr auf, nahmen den Zug, stiegen auf den Bus um und kamen schlussendlich im Thermalbad Brigerbad an. Nachdem wir uns von 12:00 bis 14:00 Uhr dort erholt hatten, gingen wir in die Stadt. Dort machte Herr Füeg eine Führung durch den Stockalperpalast und erzählte uns jede Menge spannender Sachen. Es regnete und windete sehr stark, aber wir gingen danach in einen kleinen Teil des Museums. Dort verbrachten wir ungefähr eine Viertelstunde und nahmen dann den Zug nach Hause.

Zu Hause hatten wir für den letzten Abend ein Spezialprogramm. Wir spielten Spiele, bei denen wir Quizfragen in Gruppen lösen mussten oder mit einem Hut auf dem Kopf erraten, wer man ist und so weiter. Wir hatten eine Menge Spass und danach hatten wir das letzte Dessert. Dann teilte uns Herr Füeg unsere Jobs für den Freitag zu – wer für welches Zimmer verantwortlich ist, wer die Küche saubermacht, wer das Wohnzimmer und wer die Toiletten und Duschen putzt, wurde zum Beispiel entschieden.

Am Freitagmorgen haben wir uns also nur aufs Aufräumen konzentriert und danach sind wir auf den Zug und, zusammen mit der Parallelklasse, zurück nach Pratteln gefahren – wo wir um 15:17 Uhr ankamen. Dort haben wir uns von unserem Klassenlehrer und den anderen verabschiedet, uns bedankt und sind später völlig erschöpft, und mit ein paar Muskeln mehr, ins Wochenende gegangen.

Trotz aller Mühseligkeit, hat mir das Lager unglaublichen Spass bereitet. Wir sind am darauf folgenden Montag zwar sehr erschöpft gewesen, aber zugleich haben wir uns alle ein bisschen besser gefühlt. So, als hätte man gerade eine 6 in Mathematik gehabt – man ist nun mal stolz darauf, dass man sein Ziel erreicht hat.

Ich würde dem Lager daher eine 6 geben, wie auch beim Theater-/Englischlager. Denn auch hier haben wir nicht, wie in einer normalen Projektwoche, etwas im Kopf gelernt, sondern mussten uns auch körperlich anstrengen, und ich liebe nun mal Herausforderungen.

Ich finde das Zusammenleben mit der Klasse war lustig und hat Spass gemacht. Ich fand die Stimmung sehr angenehm. Wenn jemand Mühe hatte, haben alle anderen sofort geholfen. Es gab keine grossen Auseinandersetzungen und der Klassengeist hat sich meiner Meinung nach etwas aufgelockert. Früher war er ein bisschen angespannter.

Im Gegenteil zum Theater-/Englischlager war das Wanderlager natürlich physisch viel anstrengender. Das Theater-/Englischlager war dafür anstrengender für den Kopf, also kann man die Lager nicht wirklich vergleichen. Aber ich denke, ein wichtiger Punkt ist, dass zwei der Begleitpersonen dieselben waren, nämlich: Frau Rickenbacher und Tania Muntwiler. Dazu kam dieses Mal noch Barblin Egli.

Wir hatten es alle zusammen wirklich angenehm und ich persönlich würde die beiden Lager auf jeden Fall wiederholen. Schade, dass das Wetter nicht mitspielen wollte, aber sei’s drum - unsere Laune machte alles wett.

 

Tamara Pirini Casadei, 4Pa

Wanderlager 4Pa im Wallis

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